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Thordies Hanisch Foto: Thordies Hanisch

6. Juni 2020: SPD fordert Planungsgrundsätze für sozial und ökologisch nachhaltiges Bauen in der Gemeinde Uetze

Die SPD-Fraktion im Gemeinderat Uetze stellt den Antrag, Grundsätze für nachhaltiges Bauen in der Gemeinde Uetze festzuhalten, die bei der Ausweisung neuer Baugebiete sowie dem Neubau, der Sanierung und dem Ausbau von Straßen und Infrastruktur zu Grunde gelegt werden sollen.

Eine der zentralen Aufgaben der kommunalen Politikerinnen und Politiker ist es über die grundlegenden Ziele der Entwicklung der Gemeinde zu bestimmen. In der Gemeinde Uetze sind sich alle Ratsfrauen und -herren dieser Verantwortung bewusst. Daher kommt es in laufenden Planverfahren beispielsweise zu Wohn- oder Gewerbegebieten immer wieder zu der Situation, dass Planer den Ausschüssen Entwürfe vorlegen, die dann aufgrund der Vorstellungen der kommunalen Politikerinnen und Politiker geändert werden müssen, was üblicherweise zu Planungsverzögerungen führt.

„Um Verzögerungen in Planverfahren zu vermeiden und unsere gemeindlichen Planungen ökologisch und sozial weitestgehend nachhaltig zu gestalten, stellt die SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Uetze den Antrag Planungs-Grundsätze festzuhalten.“, so Thordies Hanisch stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. Dabei macht die SPD zahlreiche Vorschläge dazu, die nun in den Gremien der Gemeinde Uetze zur Diskussion stehen. Alle Forderungen - wie beispielsweise die Untersagung von Steingärten, die Mischung von verschiedenen Hausformen wie Einzel-, Doppel und Mehrfamilienhäusern oder die Mindestbreite von Gehwegen in dörflichen Gebieten zu reduzieren, um dort wo es noch keinen Gehweg gibt, überhaupt einen bauen zu können, beziehen sich auf Neu-Planungen und nicht auf bestehende Gebiete.

Daneben finden sich im Antrag Vorschläge zur Dimensionierung von Elektroleitungen für zukünftig ladende E-Autos, Forderungen von Gründächern auf Flachdächer in Teilen neuer Gebiete, wasserdurchlässiger Bauweise von Parkplätzen, der künftige Verzicht auf Mülltonnensammelplätzen, die zu weit von den einzelnen Häusern entfernt erreichtet werden oder zu der Barrierefreiheit in neuen Baugebieten. Hanisch, die selbst im Bereich Bauleitplanung berufstätig gewesen ist, führt weiter aus: „Wichtig ist uns, dass wir die Grundsätze zusammen diskutieren und einigen. Es steht fest, dass nicht alle Vorschläge überall Anwendung finden sollen, sondern eben dort wo sie Sinn machen. Auch dürfen diese nicht dazu führen, dass wir auf sämtlichen Bauplätzen einen extrem hohen Standard fordern. Es muss weiterhin möglich sein in der Gemeinde Uetze auch mit durchschnittlichem Budget ein Haus zu bauen. Viele der Grundsätze führen aber zu gar keinen Mehrkosten für die Häuslebauer und bringen trotzdem einen ökologischen oder sozialen Mehrwert.

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