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Florian Gahre Foto: Florian Gahre

18. Juni 2021: Das Wahlprogramm der SPD Uetze mit Florian Gahre

Die SPD in der Gemeinde Uetze tritt gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten Florian Gahre bei der Kommunalwahl am 12.09.2021 mit diesem Programm für Uetze an.

Programm der SPD Uetze

mit Florian Gahre
- Bürgermeisterkandidat -

Für die ganze Gemeinde

Die SPD in der Gemeinde Uetze tritt gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten Florian Gahre bei der Kommunalwahl am 12.09.2021 mit diesem Pro­gramm für Uetze an.

Alle Menschen egal welchen Alters sollen gut in der Ge­meinde Uetze leben können. Familien brauchen eine wohnortnahe Kinderbetreuung, junge Men­schen brau­chen die eigenen vier Wände und Men­schen sollen gut in der Gemeinde Uetze alt werden können.

Hierzu brau­chen wir gute Kitas und Schulen, be­zahl­baren Wohn­raum und Bauplätze sowie Mög­lich­keiten zur Unter­stützung in vielerlei Formen, wenn es im Alter schwie­riger wird. Deshalb soll un­ser Wahlprogramm für alle Men­schen ein Angebot sein.

Wir haben ein vielfältiges und starkes ehren­amt­liches Engagement vor Ort. Die Verwaltung soll für alle Ver­bände, Vereine und Initiativen ein verlässlicher Partner sein. Wir werden die Unter­stützung für eh­ren­amtliche Akti­vitäten ausbauen. Das ehren­amt­liche Angebot ist wichtig und unbezahlbar, des­wegen muss bei noch mehr Menschen in unserer Ge­meinde bekannt sein, wie vielfältig das Angebot ist, auch um das Engagement weiter zu verstärken. Wir werden einen festen Ansprech­partner im Rat­haus schaffen, der vielfältige Unterstüt­zung an­bie­tet und das Ehren­amt vernetzt.

Unser aller Lebensgrundlage ist unsere Umwelt und Umweltschutz beginnt vor der eigenen Haus­tür. Bei al­len Maßnahmen der Gemeinde von Bau­vorhaben bis hin zu Papier in den Büros wer­den wir auf Nach­haltig­keit setzen. Dabei steht die Zu­sam­menarbeit mit allen Akteuren aus Landwirt­schaft, Natur­schutz­verbänden, freier Wirt­schaft und Ver­waltung für uns im Mittel­punkt. Nur ge­meinsam kommen wir weiter.

In jeder Verwaltung steckt das Potenzial eines bür­ger­freundlichen Dienstleisters. Das fängt bei offi­ziellen Schreiben an und hört bei Öffnungs- und Ser­vicezeiten nicht auf. Wichtig ist es uns, dass da­bei auch die Mitar­beiterzufriedenheit in der Ver­waltung weiter im Fokus steht, denn nur wer sei­nen Job gern macht, kann seinen Job auch gut ma­chen – und das kommt allen Bür­gerinnen und Bür­gern zugute.

Im Einzelnen planen wir folgende Vorhaben -

Für alle Menschen


Gute Kinderbetreuung

Kinderbetreuung muss da stattfinden, wo der Be­darf ist. Beruf und Familie unter einen Hut zu brin­gen funk­tioniert nur, wenn die Betreuung der Kin­der nicht auf der anderen Gemeindeseite statt­findet und die Räume auch den Anforderungen an die heutige Kinder­betreuung mit Schlaf-, Essens- und päda­go­gischen Möglichkeiten entsprechen.

Eine Familie aus Hänigsen hat von einem freien Kita-Platz in Dollbergen nur theoretisch etwas. Künftig wer­den Neubaugebiete ab einer gewissen Größe nicht ohne Kita-Kapazitäten gedacht und ge­plant. In jeder Baugebietsplanung wird die Kinder­betreuung mitge­dacht. Gleichzeitig ist eine hohe Qualität der Kinder­tagesstätten Voraus­setzung für Chancen­gleich­heit in der Bildung.

Wir können es uns nicht leisten, dass Familien in die Ge­meinde ziehen und dabei nicht genügend Be­treu­ungs­plätze zu Verfügung stehen. Auch die Betreuung von Geschwisterkindern in unterschied­lichen Ein­richtungen ist nicht sinnvoll! Deshalb soll nicht nur auf Zah­len und Belegungsquoten geguckt werden, son­dern sinnvolle Standorte für neue mo­derne Kitas gewählt werden.

Wohnraum für alle

Die Gemeinde Uetze muss für alle Generationen ein attrak­tiver Wohnort sein. Junge Menschen – al­lein oder zu zweit – brauchen genauso ein passen­des Dach über dem Kopf wie ältere Paare oder Al­lein­stehende. Wenn man nicht mehr bei den Eltern woh­nen möchte oder sich aber nach der Familien­phase verkleinern möchte, dann braucht es eben den pas­senden Wohnraum.

Deshalb werden wir dafür Sorge tragen, dass bei der Ausweisung neuer Baugebiete nicht nur Bau­plätze für Ein-Familien-Häuser entstehen. Wir be­nötigen kleine und bezahlbare „Erste-Eigene-Woh­nun­gen“ aber auch seniorengerechte Wohn­an­lagen. Jede Generation hat eigene Bedürfnisse, wenn es um das „Wohnen“ geht. Die in den nächs­ten Jah­ren kommen­den Neubaugebiete werden wir an den Lebenswirklich­keiten der Uetzerinnen und Uetzer ausrichten und aktiv auf Investoren bei­spielsweise für Service- oder Appar­tements­wohnen zugehen.

Projekt Bürgerbeirat

In der Gemeinde wird über Baugebiete, Infrastruk­tur, Sanierungen, Modernisierung und vieles mehr ent­schieden. Verwaltung, kommunale Po­liti­ker*innen und Verbände bringen sich in die Ent­schei­dungen mit ein. Der Blick von Einwohnerinnen und Einwohnern ohne besondere Ämter fehlt aber oft bei diesen Entscheidun­gen und Planungen. Nicht jeder hat die Zeit und Energie sich langfristig beispiels­weise kommunal­politisch zu en­gagieren.

Wir sind der festen Überzeugung, dass bürger­schaft­liche Beteiligung auch außerhalb von Wahlen sinn­voll und gewinnbringend ist. Wir werden des­halb bei größeren Maßnahmen der Gemeinde oder rich­tungsweisenden Ent­scheidungen einen Bür­gerbeirat einrichten. Hier werden fünf zufällig aus­ge­wählte Bürgerinnen oder Bürger zur Mitarbeit in ei­nem zeitlich befristeten Projekt gewonnen wer­den. Das ver­ändert die Perspektive und Verwal­tung, Politik und Bürgerinnen und Bürger kön­nen voneinander lernen.

Die Ideen und Meinungen sind wichtig, um zu gu­ten Lö­sungen zu kommen. Und dazu ge­hört eine echte Bürgerbeteiligung.

Sicher zur Schule und in die Kita

Kinder sind im Straßenverkehr besonders schutz­bedürftig. Sie sollen möglichst früh, möglichst selbst­ständig, aber vor allem sicher ihre Wege zu­rücklegen können.

Die Bereiche vor Schulen und Kindertagesstätten müs­sen verkehrssicher sein, hier muss auch über noch mehr Verkehrsberuhigungen nachgedacht wer­den. Der Schulwegeplan muss auf die aktuellen Ge­gebenheiten hin überprüft werden. Zusammen mit Verwaltung, Polizei, Eltern, Kindern und Schu­len müssen die Wege der Kinder in den Blick ge­nommen werden und wo immer möglich müssen Verbes­serungen vorgenommen werden, damit un­sere Kleinsten nicht zu kurz kommen.

Dazu muss es auch ein Kontaktformular extra für Schul- und Kitawege geben, damit auch die Mel­dung von Gefahrenstellen und Verbes­serungs­vorschlägen einfach ist.

Spielplätze neu denken

Spielplätze müssen mehr als „praktisch in der Pflege“ sein. Ein Spielplatz muss ein gemütlicher und behag­li­cher Ort der spielerischen Kreativität sein. Sie müs­sen zum Spielen und Bewegen ein­laden und auch für die El­tern attraktiv sein. Die Möglichkeiten gehen heute deutlich über das klas­sische Holz-Klettergerüst hinaus. Zum Beispiel mit technischen Erweiterungen – wie „Capture the flag“-Angeboten, dabei werden zwei Gruppen von Kindern durch farbige Leucht­signale zur „Er­oberung der Spielgeräte“ animiert. Es braucht heute mehr als ein Holzgerüst, um die Kinder hinter dem Handy wegzulocken und das ist auch mach­bar.

Auch für Erwachsene jeden Alters können Ange­bote für die kleine Fitnesspause vorgehalten wer­den. So kann die Aufsicht über die spielenden Kin­der mit ei­nem kur­zen Workout verbunden werden.

Junges Uetze im Netz

Die Gemeinde Uetze ist eine der jüngsten Gemein­den in der Region Hannover. Hier wohnen beson­ders viele Kinder und junge Menschen unter 20 Jahre. Die jungen Leute in Schule und Ausbildung haben eigene Interes­sen und Bedürfnisse. Das Team „Jugend“ der Gemeinde ist bereits in den so­zialen Medien unter­wegs, um Infor­mationen und Aktionen dort zu ver­öf­fentlichen, wo sie die junge Generation erreichen. Dieses Engagement werden wir verstärken. Dazu soll gemeinsam mit frei­willi­gen Jugendlichen eine eigene Gemeinde-App ent­wickelt werden, damit junge Menschen noch ge­zielter Informa­tionen finden können. Hier sind dann beispielsweise Freizeitangebote, Informa­tionen über Bildungsange­bote, Ehrenamt und Ak­tio­nen zu finden.

Für und mit der Jugend

Zu oft werden Entscheidungen ohne Einbeziehung der­jenigen getroffen, die am Ende damit leben sol­len. Das trifft auch und insbesondere für die Jugend zu.

Wir wollen zusammen mit den Jugendlichen dar­über re­den, was sie brauchen, um in unserer Ge­meinde gut zu leben. Immer dann, wenn Schülerin­nen und Schüler bei Planungsvorhaben betroffen sind, sollen sie auch einbe­zogen werden, um ihre Ideen in die Über­legungen aufnehmen. Beispiels­weise muss bei der Planung und Sanierung von Schulen, aber auch bei Wohngebieten dringend mit den Nutzern und Nut­zerinnen gesprochen wer­den.

Wenn Räume - in Gebäuden oder auch Plätze so ge­stal­tet sind, dass man sich wohl fühlt und sogar ei­gene Wünsche berücksichtigt wurden, dann geht man auch anderes mit den Sachen um – ein Ge­winn für beide Sei­ten. Auch bei Themen wie Schul­ent­wicklung, Digitalisie­rung, Mobilität und Ge­meinde­entwicklung sollen junge Menschen mit an den Tisch geholt werden, damit Ihr Blickwinkel nicht außer Acht gelassen wird.


Für unser Ehrenamt


Der Vereins-Lotse

Ehrenamtliche Vereine, Verbände oder Initiativen brau­chen einen zentralen Ansprechpartner in der Verwal­tung. Wer Genehmigungen, Auskünfte oder andere Hilfe von der Gemeinde benötigt, soll sich zu­künftig nicht durch einen Wirrwarr an Zuständig­keiten und Te­lefonnummern kämpfen müssen.

Deshalb soll ein zentraler Ansprechpartner für eh­renamtliches Engagement etabliert werden, der als Lotse im Rathaus immer den richtigen Weg weist und sich voll und ganz auf die Bedarfe unserer eh­ren­amtlich enga­gierten Bürgerinnen und Bürger kon­zentriert. Dieser gibt Auskunft und berät zu Ge­neh­migungen, zu ge­meindeeigenen nutzbaren Räumen und Flächen, ver­mittelt zu Förder­beratungen und hilft auch beim Kon­takt zur Wirt­schaft, wenn es Ideen zu Sponsoring gibt.

Ehrenamt im Netz

Das ehrenamtliche Engagement in unserer Ge­meinde ist vielfältig, zahlreich und vor allem groß­artig. Wenn sich jemand einen Überblick ver­schaffen will und ein passendes Angebot für seine Freizeit sucht, dann muss das einfach sein. Das kann nicht der einzelne Verein leisten, hier ist die Gemeinde in der Pflicht. Das ehren­amtliche En­gagement muss di­gital gut sichtbar sein.

Deshalb soll die Homepage der Ge­meinde Uetze so überarbeitet werden, dass die Vereine, Ver­bände und Initiativen einen prominenten Platz erhal­ten.

Ehrenamtsbroschüre

Wer nach Uetze zieht, findet einige ehrenamtliche An­gebote schnell und andere oft erst nach Jahren. Wir wollen vieles tun, damit ab dem ersten Tag des Lebens in der Gemeinde die Angebote der ehren­amtlichen Ver­eine, Verbände und Initiativen be­kannt sind. Auch gründen sich manche Initiativen neu und wollen noch bekannter werden.

Deshalb soll eine Ehrenamtsbroschüre auf­gelegt werden. Diese liegt öffentlich aus und wird an un­sere neuen Bürgerinnen und Bürger direkt bei der Anmel­dung im Bürgerbüro verteilt. Hier werden alle Mög­lich­keiten ehrenamtlichen Engagements vom Sport­verein, dem Umweltschutzverband über die Feuer­wehr bis hin zur gemeinnützigen Ini­tiativen oder Hei­mat- und Kul­turpflege aufgeführt.

Woche des Ehrenamtes 2-Punkt-Null

Ehrenamt lebt vom Mitmachen. Es gibt ein vielfäl­tiges und zahlreiches Engagement in der Gemeinde Uetze. Und die allermeisten haben mit der vorhan­denen Büro­kratie genug um die Ohren, da bleibt oft nicht die Zeit über Angebote zu informieren oder für mehr Bekannt­heit zu sorgen. Manche Ak­tive würden sich aber über wei­tere Mitstreiter sehr freuen.

Wir wollen beim „Bekanntmachen“ unterstützen. Mit der Uetzer Ehrenamtswoche 2-Punkt-0 wollen wir niemanden extra Arbeit machen, aber allen eh­ren­amt­lich Tätigen eine Bühne bieten, ohne für grö­ßeren Auf­wand in den Vereinen zu sorgen. Alle Vereine, Ver­bände und Initiativen sind eingeladen, sich zu beteili­gen.

Vom of­fenen Training über die Klönrunde zum Ken­nen­lernen bis hin zu Füh­rungen und Vorträgen oder ein­fach einer offenen Tür, um mal vorbei­zu­schauen, ist alles vorstellbar. Die Ge­meinde soll die Aktionen in einer Woche im Jahr sam­meln, ver­öffentlichen und mit Facebookbeiträgen, Presse­mit­teilungen, auf der Home­page und im neuen Ge­meinde-Newsletter dar­über informieren. So wird ge­bündelt eine große Auf­merk­samkeit erreicht.

Ehrenamt im Newsletter

Die Vereine, Verbände und Initiativen in unserer Ge­meinde machen Aktionen, schaffen neue Ange­bote und wollen informieren. Wir wollen das un­ter­stützen. Im neuen Gemeinde Newsletter, den jede und jeder abonnie­ren kann, wird die Sparte „Uetzer Ehrenamt“ bereitgestellt. Wenn ein Verein auf eine besondere Veranstaltung hinweisen möchte oder eine Initiative Unterstützung bei einer Aktion braucht, dann wird hier darüber informiert. So kann regelmäßig und mit wenig Aufwand für an­stehende Aktionen geworben oder die Nachwuchs­gewinnung gefördert werden.


Für Umwelt und Klima


Gemeindeweites Radwegenetz

Unsere Gemeinde ist wunderschön und weitläufig. Sie mit dem Fahrrad zu erkunden, bringt nicht nur Spaß, es ist auch noch gesund und gut für´s Klima. Deshalb soll nicht nur eine neue Radwege­karte mit den in­te­res­santesten Touren aufgelegt werden, sondern auch die be­stehenden Radwege attrak­tiver und sicherer gemacht werden.

Das heißt: Beschilderung, Lückenschluss und span­nende Touren planen. Überall dort, wo Radwege feh­len und sinnvoll sind, werde wir uns für eine Re­ali­sierung einsetzen. Wir werden insbesondere die Radwege­ver­bindung Dedenhausen-Eltze und Dedenhausen-Wehnsen in den Fo­kus rücken und uns für die sichere Fahrradverbin­dung zu Schule und Bahnhof einsetzen.

Umwelt im Newsletter

Umwelt- und Klimaschutz ist nicht nur in der Ge­meinde Uetze ein Thema. In der Region Hannover, im Land Nie­dersachsen und auch auf Bundesebene gibt es zahl­reiche Beratungs- und Förderangebote für mehr Um­welt- und Klimaschutz. Damit diese auch bei uns in der Gemeinde wirken können, soll darüber im neuen Newsletter der Gemeinde in der Rubrik „Umwelt“ informiert werden.

Hier sollen neben finanziellen Fördermöglichkeiten zu erneuerbarer Energie oder Beratungsangeboten zum nachhaltigen Bauen auch ganz praktische Tipps bei­spielsweise für naturnahe Gärten und hei­mische Pflan­zen veröffentlicht werden.

Bauland in den Orten

Baugebiete „auf der grünen Wiese“ entziehen der Um­welt und der Landwirtschaft Flächen. Viele Bau­lücken in den Ortschaften sind geschlossen. Aber ge­rade die Verdichtung durch Teilung von Grund­stücken, Hinter­bebauung oder Umnutzung von Ne­benanlagen wie al­ten Hallen und Scheunen, bieten noch einiges an Wohnraumpotenzial.

Diese innerörtlichen Baulücken sollen durch ent­sprechende Bauleitplanungen nutzbar gemacht wer­den, dafür muss mehr Personal eingesetzt und Prozesse so weit möglich von Fremdfirmen unter­stüt­zen werden.

Ein Baum für die Gemeinde Uetze – oder zwei oder drei…

Bäume sind toll. So verbraucht ein Baum beispiels­weise im Jahr rund 12,5 Kilogramm CO2. Auf dem Weg zu ei­ner klimaneutralen Gemeinde können uns Bäume hel­fen. Deshalb wollen wir dafür sor­gen, dass die Ge­meinde Flächen zur Verfügung stellt, auf de­nen von Bürgerinnen und Bürgern ge­spendete Bäume gepflanzt werden können.

Die Bäume stellen so nicht nur einen wichtigen Bei­trag zur Bekämpfung des Klimawandels dar, sie sind auch kreative Geschenke und verschönern un­sere Ort­schaf­ten.


Trittsteine für die Artenvielfalt

Um Artenvielfalt zu erhalten und zu stärken, ist die Ver­netzung von Lebensräumen und Biotopen wich­tig. Zu­gleich bieten Wegerandflächen häufig gute Möglich­keiten, die Lebensräume der Tiere mit­einander zu ver­binden. Deshalb soll ge­meinsam mit Umwelt­verbänden, Landwirtinnen und Land­wirten in unserer Ge­meinde ein kluges Konzept ent­wickelt werden, wie die Belange der Landwirt­schaft mit den Bedürfnissen der Natur sinnvoll in Einklang gebracht werden können.

Welche Pflanze macht an welcher Stelle Sinn und wel­che verträgt sich gut mit der landwirtschaft­lichen Nut­zung? Wo kann welche Maßnahme ei­nen echten Mehr­wert für die Umwelt schaffen? Welche Unter­haltung muss von wem geleistet wer­den? Diese Fra­gen müssen mit allen Beteiligten an einem Tisch ge­klärt werden, da­mit wir eine nach­haltige Verbes­serung erreichen, denn Naturschutz und gewinn­bringende Landwirtschaft kön­nen zu­sammen funk­tionieren.

Grünflächen-Patenschaften

Bei der Pflege der öffentlichen Grünflächen durch den Bauhof ist viel zu tun. Einige öffentliche Grün­flächen befinden sich mitten in den Ortschaften und neben pri­vaten Grundstücken. Immer wieder haben Anlieger den Wunsch, selbst Hand an diese Flächen anlegen zu dür­fen. Oder es finden sich Ver­eine und Initiativen, die sich um größere Flächen kümmern möchten. Wir wollen dieses Engagement unterstützen. Mit echten Patenschaften können die Bürgerinnen und Bürger „ihre“ Grünflächen selbst be­wirtschaften.

Als erstes werden die geeigneten Grünflächen in ei­nem Kataster zusammengestellt und für die Pa­ten­schaften geworben. Bürgerinnen und Bürger, die eine Patenschaft übernehmen möchten, kön­nen sich bei der Gemeinde melden und erhalten Beratung und Unterstützung, beispielsweise hin­sichtlich heimi­scher Pflanzenarten oder Saatgut. Das fördert nicht nur das gemeinsame Miteinander für schönere Ortschaf­ten, es entlastet zugleich die Mit­arbeiterinnen und Mit­arbeiter des Bauhofes.

Elektroantrieb für Gemeinde­fahr­zeuge

Die Gemeinde Uetze verfügt über eigene Fahr­zeuge beispielsweise in der Verwaltung, beim Bau­hof und der Feuerwehr. Viele der Fahrzeuge sind Spezialfahr­zeuge. Ein Teil der Flotte kann aber statt wie bisher als Ver­brenner-Fahrzeug in Zukunft auch mit Elektro­antrieb betrieben werden. Des­halb wollen wir bei Fahrzeugneu­beschaffungen im­mer prüfen lassen, ob der Einsatz ei­nes Elektro­fahrzeuges sinnvoll und machbar ist.


Für eine moderne Verwaltung


Das mobile Rathaus kommt

Vielen Menschen fällt eine „Reise zum Rathaus“ nicht leicht. Zur Gemeinde gehören neun Ortschaf­ten. Einge­schränkte Mobilität darf nicht dazu füh­ren, dass not­wendige Erledigungen im Rathaus nur mit großem Auf­wand machbar sind. Damit die Ver­wal­tung für jede und jeden gut erreichbar ist, soll ein mobiles Rathaus eingeführt werden. Das findet man dann in allen Ortschaften der Gemeinde Uetze zu festen Zeiten.

Das mobile Rathaus bietet nicht nur Services an, son­dern dient auch als Ansprechpartner für die Bürger und Bürgerinnen in den Ortschaften. Ser­vices der Gemeinde in einem „Rathaus-Mobil“ an­bieten

Digitale Verwaltung – schnellere Be­arbeitung

Die Verwaltung muss noch digitaler werden. Von der Terminvergabe über Mängelmeldungen bis di­gitalen Videosprechstunde, braucht es heute den Anruf oder Besuch im Rathaus und das während der Öff­nungs­zeiten. Mit der Digitalisierung des Rat­hauses ist das dann nicht mehr immer nötig.

So können viele Bürgerinnen und Bürger sich um diese Dinge kümmern, wenn sie Zeit dafür haben. Die Digita­li­sierung des Rathauses muss zügig voran­schreiten. So viele Bereiche wie möglich sol­len als digitale Services angeboten und die Home­page der Gemeinde zu einer Service-Seite gemacht werden.

Ein Newsletter für alle

Neuigkeiten gibt es immer. Manche lesen Zeitung, an­dere sind bei facebook oder instagram oder in­for­mieren sich ganz anders. Es gibt Informationen, die nicht diejenigen erreichen, für die sie wichtig sind. Wir werden einen kommunalen Newsletter einrich­ten. Die­sen können alle Uetzerinnen und Uetzer abonnieren, um auf dem Laufenden zu blei­ben. Hier wird über Öff­nungs- und Schließzeiten, über Stra­ßensperrungen, über gemeindliche Pla­nungen und Vorhaben, aber auch aus Vereinen, Verbänden und Initiativen oder zu Um­weltthemen berichtet.

Starke Wirtschaft – starke Ge­meinde

Zu einer starken Gemeinde gehört eine starke Wirt­schaft. Deshalb muss die Wirtschafts­förderung in den Blick genommen werden. Die Gemeinde muss unsere Un­ter­nehmerinnen und Unter­nehmern unterstützen. Es braucht vor allem schnelle und verlässliche Pla­nungen bei be­nötigten Gewerbe­gebieten und strate­gische Anreize, um neue Unter­nehmen in der Ge­meinde Uetze anzu­siedeln. Das werden wir weiterhin in den Blick neh­men.


Und noch ein Wort zu den Finanzen


Bei allen Vorhaben und Ideen aus unserem Wahlprogramm behalten wir selbstverständ­lich die schwierige Finanzlage der Gemeinde Uetze immer im Auge. Unser Haushalt wird auch in den kommenden Jahren nicht ausge­glichen sein können. Wir sind und bleiben, wie viele andere Kommunen auch, auf Unter­stützung vom Bund, vom Land und von der Re­gion angewiesen.

Wir müssen und wollen aber weiter investie­ren. In den ökologischen Umbau, in Schulen, in Kitas, in Feuerwehrhäuser, in Straßen, in Rad­wege und auch in Räume für die Verwaltung. Fast alles Pflichtaufgaben, die wir aber gut er­ledigen wollen. Wir sind der Meinung, das ist gut investiertes Geld in unser aller Zukunft.

Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Er­höhung der Einnahmen durch Steuern und Ab­gaben für die Gemeinde Uetze nahezu ausge­schöpft ist. Die Möglichkeiten der Einspa­rungen sind sehr begrenzt. Schon jetzt können wir lediglich 3 Prozent unseres gesamten Haus­haltes für freiwillige Leistungen ausgeben.
Also gilt es, mit vorhandenen Ressourcen, mit sehr viel Innovation und guten Ideen, die Ge­meinde Uetze voranzubringen. Es macht kei­nen Sinn, jedem Dorf eine Begegnungsstätte oder ein Dorfgemeinschaftshaus zu verspre­chen, und dann an der finanziellen Situation zu scheitern.

Wir wollen durch bessere Vernetzung aller an den Entscheidungen betroffenen Personen, durch effizientere Abläufe in der Verwaltung, durch größere, direkte Beteiligung der Men­schen vor Ort, dafür Sorge tragen, dass so we­nig Energie wie irgend möglich verpufft. Das geht nur gemeinsam!

Vorherige Meldung: Große Anzahl fehlender Kita- und Krippenplätze in der Gemeinde Uetze

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